Tja, dieses Wochenende war wieder erlebnisreicher eigentlich sollte und wollte ich mehrere Posts schreiben, da ich aber vergessen habe mein Ladegerät auf die Reise mitzunehmen hat das nicht ganz geklappt..

Der Trip

Riku hat mich spontan gefragt ob ich Lust hätte mir ihm, Sho und Kai nach Gifu zu fahren. Er hätte dort bekannte, sodass sie Übernachtung nichts Kosten würde. Sho hat sich ein Auto von einem Freund aus seinem Wohnheim geliehen und schon ging’s Samstag Vormittag los.

Da der Trip relativ spontan war war mir nicht klar, dass wir
a) zu seiner allein lebenden Großmutter in ein klassisches japanisches, ländliche Haus fahren würden und
b) dass wir keine Schnellstraßen benutzen würden, weil die ja privatisiert sind und damit Sau teuer.

Gifu

Die Fahrt nach Gifu dauerte daher nicht 2h30 sondern eher 4h45. Dann nochmal so etwa 45min zu seiner Oma. Vorher haben wir uns in Gifu aber noch ein wenig umgeschaut. Riku hat eindrucksvoll gezeigt, wie die Stadt eher auf dem absteigen Ast ist. Viele leerstehende Gebäude in der Innenstadt. Extensives Rotlichtviertel. Etc. Anschließend haben wir uns noch klassisches japanisches Fischen angeschaut:

Ukai (鵜飼)

Im Prinzip locken sie die Fische bei Dunkelheit mit dem Feuer an und fangen sie dann mit den Vögeln. Diese können die Fische nicht schlucken wegen einem Ring, der an ihrem Hals befestigt ist. Es passen bis zu 6 Fische in den Hals!

Hotaru

Wir kamen so gegen 23h30 bei der Oma an. Sagten kurz “Hallo”, überreichten mein Geschenk (おみやげ) und sind dann weiter Hotaru (蛍, Glühwürmchen) schauen gegangen. Auf dem Rückweg durch die kleinen verwinkelten Straßen haben wir noch ein paar Stopps eingelegt um zu einem einzigen Schrein, einem kleinen Wasserfall und einer Sackgasse zu gelangen. Ein wenig Querfeldeinlaufen ohne Taschenlampe etc. war natürlich auch dabei. So gegen 04h00 waren wir dann wieder zurück, wo ich sehen konnte, dass die Großmutter die Milka Schokolade vor den Hausschrein gestellt hatte (sieht man im Bild).

Puh wird der Post lang..

Frühstück (aka. 朝ご飯)

Am nächsten Morgen wurden wir dann von der Oma mit einem großen Festmahl begrüßt. Naja, zumindest ich. Ich kann bei Licht immernoch nicht besonders gut schlafen, daher war ich um 8h00 schon wieder wach und hörte sie in der Küche woraufhin ich dann etwas beim Tischdecken etc helfen durfte. Da die anderen noch nicht wach waren müsste ich mich dann mit meinen limitierten Kenntnissen verständigen, was insgesamt so medium (マアマア) funktionierte.

Onsen

Danach wollten wir zu einem Onsen (温泉, ♨) auf einem Berg, derb allerdings wider Erwarten geschlossen war (siehe Foto). Es Stand davon nichts auf der Website.. Da haben wir uns entschlossen nach Shirakawago (letztes Bild) zu fahren und in ein Onsen auf dem Weg dorthin zu gehen.

Shirakawago (白川郷)

Hier gibt es nicht allzuviel mehr zu berichten. Da theoretisch gerade Regenzeit ist (von der ich noch nicht viel mitbekommen habe). War das Dorf fast wie ausgestorben. Eine japanische und eine chinesische Familie haben wir getroffen und das war’s auch schon. Das Dorf selbst war natürlich trotzdem schön :D

Danach haben wir die fast 6h Rückfahrt angetreten. Ohne Autobahn oder Bundesstraße ist das doch immer wieder ein Abenteuer. Dabei haben wir auch so gegen 23h00 halt bei oono castle (大野城) gemacht, an dem wir mehr oder weniger zufällig vorbeikamen.

So gegen 3h00, Montag morgen kamen wir dann zurück nach Kyoto.